Plattenbaugebiete verbindet man eher mit Ostdeutschland oder Osteuropa. Doch in den 1960er und 1970er Jahren wurden auch in den alten Ländern Großsiedlungen gebaut, denn damals herrschte Wohnungsnot. Die Bevölkerung, die zu Beginn in den Siedlungen wohnte, gehörte überwiegend der Mittelschicht an. Heute leben in zahlreichen...

Schon seit meiner Masterarbeit an der Ruhr-Universität Bochum widme ich mich unter anderem der Frage, wieso in manche Gebiete mehr zugewandert wird, als in andere. Oftmals ist zu hören, dass Zuwanderer dorthin gehen würden, wo andere Migranten ebenfalls wohnen – Gleich und Gleich gesellt sich gern. So...

Auf der Mitgliederversammlung der Sektion Stadt- und Regionalsoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) am 07.10.2021 wurde bekanntgegeben, dass ich in das Sprecher:innenteam der Sektion gewählt wurde. Alle Informationen zur Sektion finden Sie hier: www.sektion-stadtsoziologie.de ...

Im Februar 2021 habe ich mich an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum habilitiert. Die venia legiende lautet Soziologie, insbesondere Stadt und Migration. Zum Sommersemester 2021 habe ich zudem den Ruf auf die Professur für Politikwissenschaft/Sozialpolitk am Fachbereich Sozialwesen der FH Münster angenommen....

Das vom BMBF geförderte Verbundprojekt „Radikalisierende Räume“, welches von 2020 bis 2024 am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld und am Fachbereich Sozialwesen der FH Münster läuft, untersucht den räumlichen Effekt auf Radikalisierungsanfälligkeiten- und -verläufe. Ziel ist es, besser zu verstehen,...

Bekannt ist die Aussage „Integration findet vor Ort statt“. Diese so phrasenhaft anklingende Redensart drückt ein gegenwärtiges Phänomen aus. So sind Kommunalwahlen auch immer eine Entscheidung darüber, wie Integration vor Ort stattfinden soll. Denn die Kreistags- und Ratsmehrheiten und Oberbürgermeister*innen nehmen maßgeblichen Einfluss darauf, welche Projekte und Angebote in ihrer Kommune stattfinden, welcher Ton die öffentliche Debatte beherrscht und wie ein Miteinander, zwischen jung und alt, mit- und ohne Migrationsvorgeschichte oder auch arm und reich aussehen kann. Im Folgenden wird die Kommunalwahl in NRW am 13.09.2020 sowie die Oberbürgermeister*innenwahl (Stichwahl am 27.09.2020) genauer betrachtet. Wahlen in NRW sind immer etwas Besonderes, da sie im Bevölkerungsreichsten Bundesland auch als Stimmungstest für die Landes- oder Bundesebene interpretiert werden. Das ist zwar nicht fair, aber Realität. Zudem stand die Wahl in NRW unter mehreren besonderen Vorzeichen. Es war die erste Wahl an Rhein und Ruhr seit Ausbruch der Corona-Pandemie, was den Wahlkampf deutlich erschwerte. Auch war es die erste lokale Abstimmung, in welcher flächendeckend die rechtspopulistische AfD antrat und welche vor dem Hintergrund der breiten Klimaproteste abgehalten wurde. 

Seit September 2017 sitzt die noch relativ junge Partei, Alternative für Deutschland (AfD), in Fraktionsstärke im Deutschen Bundestag. Viel diskutiert sind ihre rechtspopulistischen Äußerungen, welche häufig von fremdenfeindlichen Argumenten oder Behauptungen geprägt sind. Getragen ist ihr Erfolg durch die Skepsis gegenüber der Aufnahme Geflüchteter und dem Euro. Um aber 12,6 % der Zweitstimmen bei einer Bundestagswahl, welche eine relativ hohe Wahlbeteiligung hatte, zu erreichen, muss sie in der Fläche erfolgreich sein und nicht allein in einigen wenigen Hochburgen. In diesem Beitrag möchte ich, basierend auf empirischem Material aus zwei Feldforschungen zu zwei sehr unterschiedlichen Orten, auf eine Spurensuche gehen, wie diese Wirkung in der Fläche zu erreichen war.

Zum April 2020 hat das vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung geförderte Projekt "Digitales Dorfleben" begonnen. Im Rahmen des Projektes wird der Effekt digitaler Nachbarschaftsnetzwerke auf das dörfliche Zusammenleben untersucht. Dafür werden vergleichende Fallstudien in insgesamt acht Dörfern durchgeführt, jeweils die Hälfte davon in den...